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Bauarbeiten sind auf Kurs

Do 20.12.2012 11:17
Autor: Stadt Olten

Trotz des frühen Wintereinbruchs kommen die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Kirchgasse dank dem grossen Einsatz der Bauarbeiter gut voran und liegen im Bauprogramm. Bereits abgeschlossen sind die Kanalisationsarbeiten in der Baslerstrasse und Mühlegasse; im Bereich der Kirchgasse wird der Abschluss der Kanalisationsarbeiten bis 25. Januar 2013 erwartet. Erstellt ist auch der unterirdische Betriebsraum Strom unmittelbar vor der Liegenschaft Kirchgasse 4 (Vögele-Haus); in Arbeit sind zurzeit die Werkleitungen für Strom, Telefon und TV.

Hübelischulhaus besuchte Baustelle

Einen Augenschein vom Stand der Arbeiten haben übrigens auch die Schülerinnen und Schüler des Hübelischulhauses nehmen können: Am Montag und Dienstag dieser Woche wurde sie in sechs Gruppen erst von der Stadtpolizei über Änderungen auf dem Schulweg und die Benutzung der Fussgängerstreifen informiert und dabei untern anderem zum Tragen von hellen Kleidern und Reflektoren in der dunklen Jahreszeit aufgefordert. Anschliessend durften sie mit der Projektleitung die Baustelle besuchen. Eine interessante Frage sei dabei gewesen, schmunzelt Projektleiter Marcel Dirlam, was die rote Stange (in Tat und Wahrheit ein Objekt der Ausstellung „...wie der Schatten das Licht...“ des Kunstmuseums) auf der Baustelle solle. Ob diese aufgestellt worden sei, damit keine Flugzeuge und Helikopter in die Stadtkirche flögen...

Apropos Baustelle: Ende Woche werden die Arbeiten über die Festtage eingestellt; am 7. Januar 2013 werden sie wieder aufgenommen mit dem Bau von Werkleitungen zwischen Munzingerplatz und Stadtkirche, einer neuen Hauszuleitung von Coop City und einem „Knackpunkt“, wie Marcel Dirlam betont, nämlich dem Leitungsbau an der engen Stelle auf der Höhe des Restaurants Gryffe. Während der Festtage werden wiederum möglichst breite Durchgänge über die Baustelle und ein direkter Zugang zur Stadtkirche eingerichtet.

Besuch einer Hübeli-Schulklasse auf der Baustelle unter der Leitung von Ramon Gerster

Kapelle von 1603 „gefunden“

Do 20.12.2012 11:13
Autor: Stadt Olten

Feuerstelle aus römischer Zeit, Kapelle mit sechs Gräbern und Friedhof im Westen der Stadtkirche: Die Baustelle in der Oltner Innenstadt ist auch für die Kantonsarchäologie von hohem Interesse.

In der Innenstadt von Olten sei immer mit archäologischen Funden zu rechnen, betont Andrea Nold, wissenschaftliche Assistentin bei der Kantonsarchäologie. Die römische Siedlung von Olten bestand zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert und bedeckte zunächst ungefähr die Fläche von der Altstadt bis zur Frohburgstrasse und von der Aare bis zur Baslerstrasse. In der Spätzeit, im 4. und 5. Jahrhundert, umschloss eine mächtige Mauer die nun deutlich kleinere Siedlung, die die Fläche der Altstadt einnahm.

Aber auch Spuren jüngerer Zeiten haben sich in Oltens Boden rund um die Stadtkirche erhalten. So war aus historischen Schrift- und Bildquellen und aus früheren Untersuchungen bekannt, dass vor der heutigen Stadtkirche an derselben Stelle eine kleine Kapelle stand und dass sich westlich der Stadtkirche unter dem Munzingerplatz ein Friedhof erstreckte.

Die Kantonsarchäologie begleitet deshalb die Bauarbeiten zur Neugestaltung Innenstadt in Olten von Beginn an. Einige Leitungen werden in bereits bestehenden Gräben verlegt, das heisst, allfällige archäologische Befunde sind bereits früher meist unbeobachtet zerstört worden. Es gibt aber auch zahlreiche neue Leitungsgräben, die durch ungestörten Boden verlaufen. In diesen Gräben ist denn auch bisher schon einiges zum Vorschein gekommen.

Feuerstelle aus römischer Zeit

Aus römischer Zeit stammt eine Feuerstelle aus einigen flach liegenden Ziegelsteinen in der Kreuzung Kirchgasse/Baslerstrasse/Hauptgasse/Mühlegasse. Westlich davon erstreckt sich eine Schicht aus vielen faustgrossen Kieseln, die vielleicht eine Strasse oder einen Platz befestigten.

In der Mühlegasse ist ein grosser Kalkstein mit einer quadratischen Aussparung zum Vorschein gekommen. In dieser Aussparung steckte ursprünglich wohl ein Holzpfosten. Vielleicht gehörte dieser Stein zur mittelalterlichen oder gar zur römischen Stadtbefestigung. Er muss irgendwann in den letzten Jahrhunderten an diese Stelle verschleppt worden sein.

Kreuzkapelle vor der Stadtkirche

Bevor ab 1806 die Stadtkirche errichtet wurde, stand an der Kreuzung Kirchgasse/Baslerstrasse die Kreuzkapelle von 1603. Auf einer Darstellung aus dem 18. Jahrhundert ist die Kapelle parallel zur Kirchgasse ausgerichtet, mit dem Chor im Osten. In einem neuen Leitungsgraben sind nun Mauern dieser Kapelle und sechs Gräber zum Vorschein gekommen. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Bürger von Olten eigentlich im Friedhof um die alte Stadtkirche in der Altstadt, beim heutigen Ildefonsplatz, bestattet. Laut einer Schriftquelle wurden bei der Kreuzkapelle nur Fremde begraben.

Westlich der Stadtkirche, unter dem Munzingerplatz, lag der Friedhof zur Stadtkirche, der von 1812-1861 benutzt wurde. Danach wurden Oltens Verstorbene im Friedhof im heutigen Stadtpark bestattet. Da der Friedhof bei der Stadtkirche nur Platz für etwa 300 Gräber bot, mussten die Gräber mehrmals belegt werden. Das heisst, die Grabgruben wurden nach einiger Zeit wieder geöffnet, die Knochen entnommen und eine frisch verstorbene Person wurde in der Grube bestattet. Die entnommenen Knochen wurden in eine grosse Grube am Südrand des Friedhofes umgebettet. Diese Grube mit Bestandteilen von hunderten Skeletten ist letzte Woche bei den Bauarbeiten zum Vorschein gekommen.

Die eigentlichen Gräber sollen möglichst nicht zerstört werden. Die Kantonsarchäologie hat 2008 Baggersondierungen auf dem Munzingerplatz gemacht, als Vorbereitung auf den allfälligen Bau eines Parkhauses. Dabei hat sie mehrere Gräber freigelegt. Eine Lücke zwischen diesen Gräbern geht auf einen parallel zur Stadtkirche verlaufenden Weg dieses Friedhofes zurück. Dank den Sondierungen der Kantonsarchäologie können die neuen Leitungen nun innerhalb dieses Weges verlegt werden, so dass keine Gräber zerstört werden müssen. Auch in diese Richtung läuft also die Zusammenarbeit zwischen Stadtbehörden und Kantonsarchäologie.

Auf dem „Stadtprospekt“ von Johann Ludwig Erb aus dem Jahre 1746 findet sich die bisher einzige bekannte bildliche Darstellung der Heiligkreuz-Kapelle von 1603 (unterer Bildrand) am Westausgang der Oltner Altstadt (zu sehen bis 7. April 2013 an der Ausstellung „200 Jahre Stadtkirche St. Martin Olten“ im Historischen Museum.

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Baustellen-Satire

Mo 17.12.2012 13:46
Autor: Reto Spiegel - Gewerbe Olten

Anlässlich der 4. Gewerbe Olten Adventsaktivitäten lästerten Strohmann und Kauz als Bauarbeiter Role und Iseli am vergangenen Wochenende über Olten, die Baustelle Kirchgasse und einiges mehr. Allerdings waren auch ein paar interessante Denkanstösse dabei, welche die zahlreichen Zuschauer mit viel Zustimmung und Applaus belohnten. 

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